Verkehrsprognosen – Kultur der Fehlinformation

Quantitative Abschätzungen der künftigen Verkehrsnachfrage sind die Basis für politische Entscheidungen betreffend Aus- und Umbau von Verkehrsinfrastruktur. Verkehrsprognosen liefern den hierfür notwendigen Blick in die Zukunft. Ausgehend von vergangenen (Ex-Post), gegenwärtigen und anzunehmenden künftigen Entwicklungen (Ex-Ante), quantifizieren VerkehrsprognostikerInnen die Mobilitätsbedürfnisse und das –verhalten künftiger Generationen und liefern damit eine wesentliche Eingangsgröße für die Planung neuer Infrastruktur.

Bislang sind nur wenige Untersuchungen öffentlich bekannt, welche die Abweichungen zwischen objektbezogener Prognose und tatsächlicher Verkehrsnachfrage anhand von größeren Stichproben quantifizieren und Gründe dafür identifizieren. Zu erwarten ist jedoch, dass von Seiten privatwirtschaftlicher InvestorInnen, die im Zuge so genannter Public-Private-Partnership-Modelle zunehmend in die Finanzierung, den Bau und Betrieb von öffentlich genutzter Verkehrsinfrastruktur einsteigen, die Abschätzung und Minimierung von Prognose-Risiken eine neue Dimension und Antriebskraft bekommt. Hier geht es insbesondere darum, das erwartete Verkehrsaufkommen richtig einzuschätzen, da dieses die Hauptgrundlage der zu erwartenden Vergütung und damit die Haupteinnahmequelle zur Refinanzierung der Maßnahme bzw. zur Realisierung der erwarteten Rendite darstellt.

Bericht: Verkehrsprognosen – Kultur der Fehlinformation (Christian Schrefel, Magdalena Schrefel, Regina Hajszan)

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Christian Schrefel